Flughafen nun planfestgestellt
Am 3. März 2009 wurde in Kiel der Planfeststellungsbeschluss von dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Dr. Werner Marnette an Flughafen-Geschäftsführer Tom Wilson übergeben. Der Antrag dazu wurde im Februar 2008 eingereicht. Bei einem Verfahren dieser Größenordnung ist die Bearbeitungszeit von gut einem Jahr damit rekordverdächtig. Damit hat der Flughafen Lübeck nun einen gültigen Planfeststellungsbeschluss. Der Beschluss spiegelt im Wesentlichen den Antrag des Flughafens wieder. Mit diesem Beschluss ist es nun möglich:
- die Start- und Landebahn auf 2257m zu verlängern
- die Vorfeldflächen zu erweitern
- ILS CAT II/III in Betriebsrichtung 07
für den Anflug von Westen zu installieren
- Abfertigungsgebäude zu errichten
- Die Entwässerung neu zu ordnen
Für weitere Informationen steht der Planfeststellungsbeschluss auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein für Sie zum Download bereit. Dazu klicken Sie bitte hier.
Die nachfolgende Darstellung verdeutlicht den geplanten Endausbau des Flughafens Lübeck.
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Das Planfeststellungsverfahren am Flughafen Lübeck
Ein Ausblick
Der Flughafen Lübeck blickt im Jahr 2007 auf eine 90 jährige Geschichte zurück. Nach einer überwiegend militärischen Nutzung bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, war aufgrund der Nähe der innerdeutschen Grenze bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 nur eine eingeschränkte kommerzielle Nutzung möglich. Seit dem Jahr 2000 kann der Flughafen Lübeck seine Marktposition, insbesondere im Linienverkehr mit Schwerpunkt auf Low Cost Carriern (LCC), verstärkt ausbauen.
Passagierentwicklung 2001 - 2007
Seit Dezember 2005 befinden sich 90% der Gesellschaftsanteile im Besitz von Infratil Airports Europe Ltd., dessen Mutter, Infratil Ltd., an der neuseeländischen Börse gelistet ist. 10% der Gesellschaftsanteile sind weiterhin im Besitz der Hansestadt Lübeck.
Um den komfortablen Einzugsbereich (Catchment Area) von mehr als 7 Millionen Menschen (im Umkreis von 120 Minuten Fahrtzeit von und zum Flughafen) und von ca. 4,1 Mio. Menschen (in 90 Minuten Fahrtzeit) zusammen mit dem dynamischen Wachstum, insbesondere an regionalen Plattformen mit einem hohen Low Cost Anteil, bedienen zu können, ist ein weiterer bedarfsgerechter Ausbau des Flughafens Lübeck notwendig. Dieser bedarfsgerechte Ausbau der norddeutschen Luftverkehrsinfrastruktur wird auf Basis des Gut-achtens aus Dezember 2005 des Unternehmens Uniconsult und entsprechender Beschlüsse der Länderparlamente von Schleswig
Holstein und Hamburg unterstützt.
Im Rahmen des am 06.02.2008 beantragten Planfeststellungsverfahrens wird derzeit eine Ausbauplanung zugrunde gelegt, die die Beförderung von ca. 3,25 Mio. Passagieren p.a. für einen Zeithorizont bis zum Jahr 2020 vorsieht. Die Konzentration liegt dabei auf dem Passagierverkehr. Von einem originären Luftfrachtaufkommen wird abgesehen.
Folgende Maßnahmen sind im Einzelnen dazu notwendig:
| - Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.257 m |
| - Erweiterung der Vorfeldflächen im Norden und Süden der Start- und Landebahn, Abfertigung von bis zu 9 Klasse „C“ Flugzeugen (Airbus 319/320, Boeing 737, etc.) und 1 Klasse „D“ Flugzeug (Airbus 300, Boing 767, etc. |
| - Hochbauzone Nord für ein Passagierabfertigungsgebäude (ca. 40.000 m²) und periphere Flughafenbetriebseinrichtungen sowie Betriebsflächen für Bodenverkehrsdienste |
| - Errichtung von Anflugbefeuerung sowie Verlegung der Mittellinien- und Aufsetzzonenbefeuerung für die erweiterte Start- und Landebahn, die Rollwege und Vorfelder |
| - Navigationseinrichtungen zur Herstellung der Allwetterbetriebsstufe CAT II/III in Betriebsrichtung 07 (Osten). ILS Cat I in Richtung 25 (Westen) bleibt erhalten |
| - Erweiterung der landseitigen Erschließung mit Terminalvorfahrt und Ausbau der Stellplatzanlagen auf dem Flughafengelände und nördlich davon auf insgesamt ca. 5.500 Stellplätzen |
| - Hochbauzone Süd für Gebäude für die Allgemeine Luftfahrt, für Flugzeugwerftbetrieb und den Vereinsflug |
Die Flughafen Lübeck GmbH wird die geplanten Investitionen aus-schließlich privat finanzieren. Der Flughafen Lübeck wird damit in der Lage sein, dem zweistellig wachsenden Luftverkehrsmarkt und den Menschen in der Region ein attraktives und modernes Angebot zur Erschließung der Metropolregion Hamburg anzubieten.
Die im Jahr 2007 fertig gestellte Anbindung der Bundestrasse 207 an die A20 und die für den 26.05.2008 geplante Inbetriebnahme eines Bahnhaltepunktes „Lübeck-Flughafen“ bilden die Kernpunkte in der landseitigen Ver-besserung der multimodalen Verkehrsanbindung des Flughafens Lübeck.
Kernunterlagen zum Planfeststellungsverfahren erhalten Sie als PDF- Downloads unter dem Menü-Unterpunkt: Downloads Planfeststellung.